Roxette vom Steinernen Tisch

Die Chefin

Meine Menschen haben mich aus dem Tierheim geholt. Da war ich sechs Jahre alt. Die lange Zeit dort war ein einziges Trauma für mich.

Meine Menschen waren schnell begeistert von mir, was sicher an meiner einzigartigen Persönlichkeit liegt. Ich bin loyal und darf daher fast immer ohne Leine laufen. Mit meinem ausgeprägten Willen habe ich allen schnell klar gemacht, wer die Chefin im Rudel ist.

Ohne mein geliebtes oranges Balli geht bei mir gar nichts. Außerdem bin ich eine begeisterte Schwimmerin, die auch vor stürmischer See und hohen Wellen nicht zurückschreckt.

Mein Gedächtnis und Orientierungssinn sind legendär, was mir immer wieder große Bewunderung von Seiten meiner Menschen einbringt.

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Schäferhündin Roxette vom Steinernen Tisch Porträt

Merlin über Roxette

“Roxette hat bei uns die Hosen an. Sie ist eine richtige Leaderin, das Schäfimädchen. Selbstbewusst und eigenständig. Übernimmt immer die Führung und hält das Rudel zusammen. Und schlau ist sie. Wenn sie meine Kaustange klauen will, fängt sie grundlos am Fenster an zu bellen. Ich muss dann natürlich schauen, was da los ist, und schon hat sie sich mein Teil geschnappt und ich gucke blöd aus der Wäsche.

Roxy kann manchmal eine richtige Zimtzicke sein. Dann nervt sie mit sinnlosem Bellen und kann sich kaum beruhigen. Oder sie staucht mich grundlos zusammen, nur weil ich gerade die Aufmerksamkeit unserer Menschen genieße.

Ist schon nicht leicht für mich, so eine Chefin vor der Nase zu haben. Aber andererseits ist es auch cool mit ihr. Sie schafft es immer wieder mit ihrer unnachahmlichen Art von Frauchen ein Leckerli zu erbetteln, und dann fällt für mich natürlich auch etwas ab. Und manchmal kann man ganz toll mit ihr im Garten toben, wo ich dann den “wilden Merlin” rauslasse. Unterm Strich: Das passt schon mit uns beiden.“

Roxette war mit elf Jahren noch eine super fitte Maus, der man ihr Alter kaum anmerkte. Sie sprang nach wie vor voller Elan in die Fluten, um ihr geliebtes Balli zu holen. Auf den Wandertouren lief sie unermüdlich an der Spitze und hielt gleichzeitig noch das Rudel zusammen.

Doch im Sommer 2017 ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Am 9. August verlor sie den kurzen Kampf gegen den Tumor. Da war sie elfeinhalb Jahre alt.

Fünf Jahre war Roxette im Rudel. Ihren Menschen hat sie mit ihrer Persönlichkeit und Souveränität unendlich viel geschenkt.